Willkommen auf » Krisenmanagement

Mit dem Wort „Krise” verbinden sich Begriffe wie Dilemma, Klemme, Zuspitzung, Notlage, Gefahr, Schwierigkeit(en), kritischer Punkt, unvorhergesehene Lage. 

Wenn wir von einer „Krise” sprechen oder in einer „Krise” stecken, dann beschreiben wir einen Zustand, der sich langfristig, oft unmerklich, aufgebaut hat oder der sich aufbauen konnte, weil die einzelnen der Krise zugrundeliegenden Konflikte mangels von z. B. Urteils- und Einschätzungsvermögen, Klarheit, Mut, Verantwortungsvermögen oder mangels (Selbst-)Zufriedenheit, Bescheidenheit nicht rechtzeitig wahrgenommen und frühzeitig gelöst, sondern vielmehr langfristig vermieden, unterdrückt, ignoriert worden sind.

Gesellschaftlichen und persönlichen  Krisen wie Finanzkrisen, Massenarbeitslosigkeit, Kinder- und Jugendkriminalität, schwere Erkrankungen, Ehe- Partnerschaftskrisen liegen unbewältigte Konfliktansammlungen zugrunde. Deshalb haben sie (zunächst) sehr negative Auswirkungen auf den einzelnen, eine Gruppe, ein Land, eine Staatengemeinschaft.

Ist eine Krise ausgebrochen, befinden wir uns in einem Zustand, der auf eine Ent-Scheidung drängt, so oder so. Nicht selten ist dies eine Entscheidung auf Leben und Tod, Auflösung oder totale Verhärtung, die weitere Konflikte und Krisen zur Folge hat.

Andererseits treiben uns Konflikte und Krisen an. Sie versetzen uns in Bewegung, spätestens dann, wenn das Dilemma oder die Gefahr zu eskalieren droht oder bereits eskaliert ist, d. h. eine Rezession, eine schwere Erkrankung ausgebrochen ist, wir unseren Arbeitsplatz oder viel Geld verloren haben, die Ehefrau / der Ehemann davongelaufen oder der Autofahrer gegen einen Baum gerast ist.

Was kann aktuell z. B. eine einfache Krankenschwester mit vier Kindern tun, die sich 8 baufällige Häuser ohne Sicherheiten „aufschwatzen” ließ und jetzt den Ruin ihres Lebens verkraften muss? Was kann ein Facharbeiter tun, der seinen Job mangels globaler Nachfrage verloren hat?  Was kann jemand tun, dem seine private Rentenvorsorge zusammengebrochen ist? 

Sind wir alle machtlos im persönlichen und globalen Machtkampf unsichtbarer (Trieb-)Kräfte oder können wir gerade in Krisen viel Neues lernen, neue Perspektiven gewinnen und unser Leben sinnvoll(er) gestalten?

Nutzen wir also Krise(n) zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Dinge und Personen (auch sich selbst) kritisch zu (über-)prüfen: ernsthaft, sich selbst und andere achtend. Denn leider ist es auch so, dass gerade jetzt manche Organisationen unter dem Deckmantel der Krise Maßnahmen begründen und durchführen, die sonst kaum oder gar nicht erklärt und umgesetzt werden könnten. 

Wie sagte Kant bereits:  „Es ist niemals zu spät, vernünftig und weise zu werden.” 

Zeit zum Nachdenken verbunden mit einem sonnigen Osterfest wünscht Ihnen,

Ellen M. Zitzmann

Artikel vom 11.3.2009, Teil 2

Das Wort „AMOK” kommt von malaischmeng-àmok und bedeutet, in blinder Wut angreifen und töten. Es ist ein Zustand heftiger, rasender und wütender Gemütserregung mit Panik und aggressiver Angriffs- und Mordlust.

Amok laufen heißt, in einem Zustand krankhafter Verwirrung mordend umherlaufen. Es gibt Amokfahrer, Amokläufer und Amokschützen.

Ist es aufgestaute Wut, brutale Machtausübung, menschenverachtendes Videomaterial oder sind es psychische Störungen und Erkrankungen wie Schizophrenie, krankhafter Narzissmus? Die Gründe sind komplex und es sind immer individuelle Lebensgeschichten, die es aufzuarbeiten und zu ergründen gilt.

Aufgestaute Wut:

Wenn wir Enttäuschungen, Ängste, Eifersucht, Neid nicht rechtzeitig verarbeiten, sondern sie in uns aufstauen, zuweilen über Jahre hinweg, erhöht sich der innere Druck solange, bis wir dem Stress nicht mehr gewachsen sind. In diesem Zustand wird das Reptiliengehirn mit seinen niedrigen, tierischen Instinkten aktiv. Der körperliche Zustand verändert sich: Blut fließt in die großen Muskelgruppen zur Vorbereitung auf den Überlebensmechanismus „Flucht, Kampf, Schockstarre”. In dieser Extremsituation steigt der Adrenalinspiegel, der Herzschlag erhöht sich, der Blutdruck steigt. Wir atmen schneller und unsere Muskeln sind zu außerordentlichen Leistungen bereit. Der ganze ganze Körper ist auf Aktion ausgerichtet und verabreicht uns hohe Dosen von Stresshormonen. In diesem Tunnel gefangen, kommt es zu blinden, kopflosen, oft gefährlichen Handlungen.

 

Ellen M. Zitzmann, Vorsitzende, Power for Peace München

Die schlechte Nachricht über Gefühle und Emotionen!

Wenn sich Ärger ,Wut, Eifersucht oder Neid aufstauen, dann werden sich diese Gefühle und Emotionen eines Tages sehr negativ auswirken.

Ärger ist ein Gefühl von starkem Unwohlsein, das durch Verletzungen und Provokationen von anderen verursacht wird. Ärger zeigt sich besonders extrem, wenn wir von Familienmitgliedern, engen Freunden oder uns nahestehenden Menschen verletzt und missachtet werden.

Hinter Ärger verbirgt sich häufig ein Gefühl der Rache.

Wut und Ärger sind sekundäre Emotionen. Sie treten auf, weil sie von einem vorausgegangenen Gefühl oder einer anderen Emotion wie Angst, Traurigkeit oder Enttäuschung verursacht sind. Wut und Ärger nehmen im Verlauf zu!

Es werden vier Ärger- und Wutstufen unterschieden:

1. Niedrig: Menschen sind irritiert, genervt, betroffen!

2. Gemäßigt: Verärgert, auf die Palme gebracht, aufgeregt!

3. Hoch: Gewalttätig, aufgebracht, fuchsteufelswild!

4. Äußerst hoch: Rasend, wahnsinnig, gefährlich, mörderisch.

Diskutieren Sie mit uns, Ihrer Familie und Freunden über Ihre derzeitige Ärger- bzw. Wutstufe, wie Sie sich fühlen und was Sie unternehmen, damit sich Ihre Wut nicht verschlimmert?

Morgen erfahren Sie etwas zum Thema „Frusttopf”.

 

Ellen M. Zitzmann, Vorsitzende Power for Peace