Willkommen auf » Alkohol und Drogen


„Christina sah bald die Einstiche an meinen Armen. Sie war total geschockt und fertig. Sie flehte mich an, aufzuhören. Ich lief nur noch mit langärmeligen Hemden herum. Meine zerstochenen Arme sollte niemand bemerken. Meine Eltern schöpften Verdacht. Es fehlten ständig Löffel. Ich sah immer kaputter aus. Sie ließen mich in Ruhe. Ich denke, sie wollten es nicht wahrhaben, dass ihr Sohn ein „Junkie“ war.

Die Polizei kam wieder ins Haus. Sie stellten mein Zimmer auf den Kopf. Sie fanden zwar kein Heroin, aber genügend Spritzen. Meinen geschockten Eltern versprach ich, eine Entziehungskur zu machen. Dort wurde ich langsam herunterdosiert. Mein Chef hatte Verständnis. Nach drei Wochen war mein Körper komplett „clean“. Im Kopf war ich immer noch total „geil“ auf Heroin. Am Tag meiner Entlassung setzte ich mir den ersten Schuss. Ich  war sofort wieder auf der Droge.

 Es verschlimmerte sich alles. Ich brauchte immer mehr. Zum erstenmal war ich richtig krass „affig“.”

 

Aus „Ich gehe meinen Weg – mit Kraft und Mut verändern”, CHANGE Arbeitsbuch 4, PfP, München 2009

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