Willkommen auf » Eltern und Bezugspersonen

Immer wieder höre ich von Leuten, dass sie es bedauern in manchen Situationen in ihrem Leben nicht auf ihr Bauchgefühl gehört zu haben. Mit Bauchgefühl ist Intuition gemeint, ein unbewusster Denkvorgang, der einem binnen Sekunden mitteilt, welche Verhaltensweisen z. B. auch in gefährlichen Situation angebracht sind.

Ich erinnere mich an eine kritische Situation in meinem Leben, als ich vor einigen Jahren im Gazastreifen plötzlich vor ein paar männlichen Jugendlichen mit ihren Anführern stand. Der Polizist, mit dem ich unterwegs war, ging zu dem Zeitpunkt gerade zum Auto zurück, um etwas zu holen. Plötzlich (Intuition) fiel mir ein Gedicht ein, dass ich kurz zuvor auswendig gelernt hatte und das ich auf Arabisch vortragen konnte. Alle lachten und ich merkte, wie sich die Situation entspannte. Die Gefährlichkeit bestand m. E. nicht darin, dass die Gruppe von Männern von vorneherein auf mich zugekommen ist, um mich zu schädigen, sondern in der Dynamik des Entwicklungsverlaufs. Als der Polizist zurückkam, bemerkte ich, dass er sich sehr langsam der Gruppe und mir annäherte. Er blieb auf Distanz, tänzelte von einem Bein zum anderen, als er anfing, mit den Leuten zu sprechen und ihnen Zigaretten anzubieten. Hinterher meinte er, die Situation sei sehr gefährlich gewesen und im Notfall hätte er wohl alle erschießen müssen. „Mich auch?“, fragte ich verduzt. „Das wäre wohl besser für dich gewesen, als verschleppt zu werden.“ Seine lakonische Antwort nahm ich nicht wirklich Ernst. Dennoch hatte ich die plötzliche Eingebung (Intuition), dass es gut war, dass er nicht von Anfang an in der Situation mit dabei war. Vielleicht hätte ich keine Gelegenheit mehr gehabt, mein Gedicht aufzusagen.

Intuition kann also ein großer Schutz sein.

Fragmented personality,

socially defined inferior … a misfit,

financially crippled and embarrassed,

facial appearance unappealing – still need love though.

Sub-culturally conditioned to hate,

sufferer of identity crisis,

emotionally explosive,

psychologically defensive – oh God, I still need love though.

At war with man, the devil and life,

rebellious, contentious, restless.

Jack of all trades, master of excuses.

Fighter. Struggler. Fighter. Fighter.

Yes, I still need love though.

Physically and powerfully dynamic,

artistically unsurpassed in nature,

filled with untamed brute passion.

The apple and breaker of god’s eye.

Still need love though. Still need love.

By Eric V. Reid



In den letzten Jahren sind Bewegungen entstanden, die das Prinzip der Langsamkeit verfolgen. Diese schaffen Zeitoasen und steigern unsere Leistungsfähigkeit wie zum Beispiel:ohne-titel264

SLOW-Food: Essen mit Genuss, mit besten, saisonalen Zutaten und einer liebevollen Zubereitung.

SLOW-Sport: Dosierter Sport, also z. B. langsames, entspanntes Joggen oder Wandern, versorgt den Körper mit Sauerstoff und baut energievernichtende Stresshormone ab.

SLOW-Travel: „Langsames Reisen” bedeutet, dass man mehrere Tage am gleichen Ort verbringt, um entspannt Bekanntschaft mit Land und Leuten zu machen.

SLOW-Gardening: Liebe zum eigenen Garten, zur Natur entwickeln. Dabei die Pflanzen vom Samen bis zur Blüte betreuen und das Gras wachsen zu sehen.

Welche SLOW-Bewegungen unternehmen Sie?

Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

Afrikanisches Sprichwort

In einer hektischer werdenden Welt ist es wichtig, Termine und Aktivitäten beherrschen zu lernen, bevor sie uns beherrschen. Allein der Satz: „Ich habe keine Zeit” vermittelt die Botschaft, dass es um das Zeitmanagement unserer wertvollen Lebenszeit schlecht bestellt ist: Auf Dauer ein Gefühl, das Angst und damit Stress verursacht.

Für kontinuierliche Leistungen sind Pausen das A und O und diese werden leider häufig vergessen: Man isst am Schreibtisch, denkt beim Frühstück über kommende Termine nach, liest in der U-Bahn wichtige Dokumente, tippt wie wild in die Computer- und Handytastatur etc.

Überaktivität ist einer der größten Zeit- und Lebensenergiekiller. Stress und Müdigkeit resultieren häufig aus einem fehlenden oder abhanden gekommenen Überblick der eigenen (Zeit-)Planung. Körper und Geist brauchen mehrmals täglich Ruhepausen, um danach wieder funktionieren zu können.

Nehmen Sie sich fürs Planen also Zeit:

  • Tragen Sie Ihre Pausen in Ihren Kalender ein.
  • Räumen Sie Ihren Arbeitsplatz auf. Hohe Papierstapel vermitteln dem Unterbewusstsein: Hier steckt eine gewaltige Menge Arbeit. Also weg damit.
  • Schieben Sie ungelöste Probleme nicht auf die lange Bank. Sie verursachen Stress. Konzentrieren Sie sich auf den ersten Schritt, wenn Sie den erledigt haben, ist der Berg schon kleiner.
  • Scheuen Sie sohne-titel20ich nicht, um Hilfe zu bitten. Schließlich ist niemand perfekt.
  • Überprüfen Sie Ihre Ziele: Sind sie immer noch realistisch oder kosten sie mittlerweile zu viel Energie, Geld oder Zeit?
  • Versuchen Sie, angefangene Aufgaben zu Ende zu bringen. Ist eine Unterbrechung nicht zu verhindern, notieren Sie sich den letzten Gedankengang, damit Sie den Faden später wieder leichter aufnehmen können.
  • Fassen Sie gleichartige Arbeiten zu Blöcken zusammen, also E-Mails in einem Rutsch beantworten, mehrere Briefe hintereinander schreiben.

Jugendliche berichten nach einem CHANGE! Training an der JVA Laufen-Lebenau:

Gruppenzusammenhalt kann gefährlich sein, …

… weil es auch sein kann, dass jemand auf dumme Gedanken kommt und die anderen Gruppenmitglieder nicht als Außenseiter da stehen wollen und dann einfach mitmachen,

… wenn du in der falschen Gruppe bist, dann ist es schlecht, wenn man alles zusammen macht,

… weil man eventuell auch Dummheiten mitmacht, um der Gruppe zu zeigen, dass man immer zur Gruppe hält,

… weil man durch den Gruppendruck keine eigene Meinung mehr hat,

… weil eine Gruppe sich entweder zum Guten oder zum Schlechten entwickeln kann,

… (…).

Diskutiert mit uns! Wir freuen uns auf eure Beiträge.

Deni Schneberger, Patrick Paul, Steven Klühspies, James Risdon, Waldemar Ring, Alen Coloviv

„Gruppen können lose sein, aber auch wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Der Zusammenhalt drückt sich in Solidarität (Gefühl der Zusammengehörigkeit) und Loyalität (Gefühl der Verpflichtung) der einzelnen Gruppenmitglieder aus.

Je höher der Gruppenzusammenhalt ist, desto stärker wird der Druck zur Übereinstimmung. Dann ist es schwierig, eine eigenständige Meinung zu äußern. Das kann sich bis zu Gruppenterror steigern.

Gruppen mit besonders hohem Zusammenhalt, die sich zudem noch für eine Elite halten, wie zum Beispiel ein Sportlerteam, unterliegen der Gefahr, dass eine einheitliche Meinung entsteht, ein „groupthink”. Das führt dazu, dass der Einzelne nichts mehr ohne seine Gruppe entscheidet.”

 

Manfred Sader, Psychologie der Gruppe, 1978

Ich saß im Frühstücksraum eines Hotels in Österreich, als ich über N-TV vom Tod von Michael Jackson erfahren habe. Die lapidare Schlagzeile „Michael Jackson ist tot” eroberte sofort meine volle Aufmerksamkeit. Von den Nachrichtenbildern und -kommentaren konnte ich mich nur schwer lösen. Den ganzen Tag und die halbe Nacht hindurch beschäftigte ich mich mit Michael Jackson: seinem Leben, seinem Erfolg, seinem Scheitern, seinem Lebenswerk, aber auch damit, warum er jetzt gerade, kurz vor der geplanten Mega-Tournee, gestorben ist. Am späten Abend saß ich wie hypnotisiert vor dem Fernsehapparat und vor seinem legendären Konzert in Bukarest, das 1992 in die Geschichte der Pop Musik einging.  Zum Schluss düste Jacko über eine ihm zu jubelnde und kreischende Menschenmasse hinweg. Was für ein Abgang! Was für ein Bild an seinem Todestag!

Was ist das, was mich mit einem Mann verbindet, mit dem ich weder verwandt noch bekannt war? Ist es seine Musik, sein Körperausdruck, seine Genialität, sein Erfolg, sein Scheitern? Ist es seine Sensibilität, seine Verwundbarkeit, seine kindliche Wahrnehmung von der Welt, eben all das, was hinter seiner Maske zu erkennen war und was er zuweilen sehr mutig und öffentlich von sich preisgab?  Oder sind es seine wirkungsvollen Zeichen gegen Rassismus und für Völkerverständigung und Frieden, die Michael Jackson lange vor Tiger Woods und Barack Obama weltweit und kulturenübergreifend setzte?

Auf der Suche nach der verlorenen Kindheit und auf der Suche nach (Vater-)Liebe, wie ich vermute, schaffte er sich ein künstliches Fundament auf einer Weltbühne, die ihm offensichtlich weder Stabilität noch inneren Frieden gab. Die Angst, die Verzweiflung und die Vereinsamung müssen in Jacko’s Innerem übermächtig geworden sein. Dazu der Druck vor seiner Come-Back-Tournee – nein, in seiner Haut hätte ich nicht stecken wollen.

Ist sein Tod  im Wissen und im Nachhinein betrachtet, dass alle Beziehungs- und Liebesangelegenheiten, die nicht erfüllend verlaufen, das Herz nachhaltigend schädigen, also nur die natürliche Konsequenz jahrelanger persönlicher Frustrationen? Die Antwort darauf werden wir wohl nie erfahren.

Ein Leben lang war Michael Jackson für zwei Generationen da. Wer aber war  für ihn da und wo waren seine wirklichen Freunde?Michael Jackson wollte auf seiner Tournee seine größten Hits präsentieren. Keiner vermag jetzt zu beurteilen, ob er dazu überhaupt noch psychisch und physisch in der Lage gewesen wäre. Was uns bleibt ist die Erinnerung an einen großen, legendären Ausnahmekünstler, der in uns weiterlebt. What a remarkable comeback and thank you, Michael!

Ich wünsche Michael Jackson, dass er jetzt an dem Ort angekommen ist, wonach er sein Leben lang gesucht hat. Und ich appelliere an alle Väter auf dieser Welt: lasst eure Söhne nicht im Stich, schenkt ihnen Liebe, Raum und Zeit, damit sie sich entwickeln und zu sich selbst finden können. Nur auf diesem Fundament finden Menschen ihren eigenen und erfüllenden Lebensfluss.

Flieg wohl, Jacko.

Ellen M. Zitzmann

Die erste Liebe macht (fast) wahnsinng. Man fühlt sich wie kurz vor einer Explosion:

Du schläfst weniger!
Du gibst mehr Geld aus!
Du bist voller Energie!
Du siehst alles durch eine rosarote Brille!

Im ersten Moment wirst du getragen –
im nächsten Moment verlierst du den Boden unter den Füßen!
Die Noten verschlechtern sich.

Manche vernachlässigen ihre Hobbys.

Manche feiern rund um die Uhr …

Ängste und Sorgen von Eltern sind:

  • Hoffentlich ist es nicht zu früh.
  • Hoffentlich steckt sich mein Kind nicht mit einer schlimmen Geschlechtskrankheit an.
  • Hoffentlich wird unsere Tochter nicht zu früh schwanger.
  • Hoffentlich zeugt unser Sohn nicht zu früh ein Kind.
  • Hoffentlich ist unser Kind nicht homosexuell.

Merk dir!

Verliebtsein kann der Beginn einer großen Liebe und langjährigen Partnerschaft sein. Das Gefühl kann sich aber auch wieder auflösen.

Manche Liebesbeziehungen halten ein Leben lang, andere wiederum einige Jahre, manche dauern ein paar Wochen, andere eine Nacht. Manche Paare sagen, dass Freundschaft mehr zählt als Leidenschaft und Sex. Andere können sich eine Liebesbeziehung ohne Leidenschaft und Sex nicht vorstellen.

Für eine gute Beziehung ist es zunächst einmal wichtig, die richtige Partnerin/den richtigen Partner zu finden. Deshalb ist es auch notwendig – wie Prof. Dr. Friedrich sagt – zu experimentieren, also Erfahrungen mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern zu machen.

 

„Total verknallt war ich das erste Mal mit 14. Da habe ich Tim getroffen. Er war 15. Ein süßer Typ. Ich war wie elektrisiert, wenn er mir nahe kam. Ich spürte, dass es toll sein könnte, wenn er mich küsst oder berührt. In meinem Kopf drehten sich nur noch alle Gedanken um ihn. Aber ich war auch voll von Zweifeln: Wie findet er mich? Verhalte ich mich richtig? Lache ich zu laut? Jedes Mal, wenn ich Tim traf, fuhr mein Magen Achterbahn und meine Zunge war wie gelähmt.”
Steffi, 14 Jahre

Mehmet, 14 Jahre schreibt:
„Es ist für einen Moslem eine Sünde, vor der Ehe Sex zu haben – aber ich bin auf den Geschmack gekommen!”

Jasmin, 16 Jahre:
„Liebe ist für mich ein sehr starkes Gefühl, zum Leben so notwendig wie Luft und Wasser. Ein Gefühl ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber!”

„Ich rede nicht von meiner Freundin, sondern von meiner Frau. Wenn ich nach Hause komme, dann hat sie gekocht, den Tisch aufgeräumt und Kaffee gemacht.”
Aladin, 15 Jahre

Diskutiert über diese Fragen:
Wie erging es dir mit deiner ersten Liebe?
Hast du mit deinen Eltern darüber gesprochen?

Diskutiert mit uns über Liebe und Partnerschaft.

Neben der Berufswahl triffst du mit der Partnerschaftswahl eine der wichtigsten Entscheidungen in deinem Leben. Du legst damit den Grundstein für eine konkrete Liebesbeziehung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Zweisamkeit, Treue und der behutsame Umgang mit der Partnerin/dem Partner für Jugendliche und junge Heranwachsende zu einer guten Partnerschaft gehören.

Eine Beziehung muss nicht notwendigerweise besser sein, wenn sie länger geht. Aber eine gute, harmonische Beziehung dauert meist länger als eine schlechte und problematische Beziehung.

Diskutiert über diese Fragen:
Würdest du deine Traumfrau/deinen Traummann heiraten? Begründe.

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ICH-Sätze eignen sich gut dazu, schwierige Sachverhalte verantwortungsvoll und tolerant zu formulieren.

ICH-Sätze bestehen aus drei Teilen:

Teil 1: Beschreibung des Verhalten:
Ich bin traurig, …

Teil 2: Beschreibung des Gefühls, dass das Verhalten von anderen auslöst:
wenn du nicht mit mir sprichst,

Teil 3: Wirkung des Verhaltens vom anderen auf dich.
weil ich dann nicht weiß, was los ist.

 

Unsere Kommunikation, also wie wir miteinander sprechen und uns verhalten, ist nie ganz frei von Angriffssätzen und Gewalt. Es macht keinen Sinn, dies zu leugnen und zu beschönigen.

Wenn sich Ängste und Ärger aufgestaut haben, musst du auf deine Worte ganz besonders achtgeben. Achte auch darauf, wann und wie du deine Sätze gegenüber anderen äußerst.