„Flieg wohl, Jacko!”
Ich saß im Frühstücksraum eines Hotels in Österreich, als ich über N-TV vom Tod von Michael Jackson erfahren habe. Die lapidare Schlagzeile „Michael Jackson ist tot” eroberte sofort meine volle Aufmerksamkeit. Von den Nachrichtenbildern und -kommentaren konnte ich mich nur schwer lösen. Den ganzen Tag und die halbe Nacht hindurch beschäftigte ich mich mit Michael Jackson: seinem Leben, seinem Erfolg, seinem Scheitern, seinem Lebenswerk, aber auch damit, warum er jetzt gerade, kurz vor der geplanten Mega-Tournee, gestorben ist. Am späten Abend saß ich wie hypnotisiert vor dem Fernsehapparat und vor seinem legendären Konzert in Bukarest, das 1992 in die Geschichte der Pop Musik einging. Zum Schluss düste Jacko über eine ihm zu jubelnde und kreischende Menschenmasse hinweg. Was für ein Abgang! Was für ein Bild an seinem Todestag!
Was ist das, was mich mit einem Mann verbindet, mit dem ich weder verwandt noch bekannt war? Ist es seine Musik, sein Körperausdruck, seine Genialität, sein Erfolg, sein Scheitern? Ist es seine Sensibilität, seine Verwundbarkeit, seine kindliche Wahrnehmung von der Welt, eben all das, was hinter seiner Maske zu erkennen war und was er zuweilen sehr mutig und öffentlich von sich preisgab? Oder sind es seine wirkungsvollen Zeichen gegen Rassismus und für Völkerverständigung und Frieden, die Michael Jackson lange vor Tiger Woods und Barack Obama weltweit und kulturenübergreifend setzte?
Auf der Suche nach der verlorenen Kindheit und auf der Suche nach (Vater-)Liebe, wie ich vermute, schaffte er sich ein künstliches Fundament auf einer Weltbühne, die ihm offensichtlich weder Stabilität noch inneren Frieden gab. Die Angst, die Verzweiflung und die Vereinsamung müssen in Jacko’s Innerem übermächtig geworden sein. Dazu der Druck vor seiner Come-Back-Tournee – nein, in seiner Haut hätte ich nicht stecken wollen.
Ist sein Tod im Wissen und im Nachhinein betrachtet, dass alle Beziehungs- und Liebesangelegenheiten, die nicht erfüllend verlaufen, das Herz nachhaltigend schädigen, also nur die natürliche Konsequenz jahrelanger persönlicher Frustrationen? Die Antwort darauf werden wir wohl nie erfahren.
Ein Leben lang war Michael Jackson für zwei Generationen da. Wer aber war für ihn da und wo waren seine wirklichen Freunde?Michael Jackson wollte auf seiner Tournee seine größten Hits präsentieren. Keiner vermag jetzt zu beurteilen, ob er dazu überhaupt noch psychisch und physisch in der Lage gewesen wäre. Was uns bleibt ist die Erinnerung an einen großen, legendären Ausnahmekünstler, der in uns weiterlebt. What a remarkable comeback and thank you, Michael!
Ich wünsche Michael Jackson, dass er jetzt an dem Ort angekommen ist, wonach er sein Leben lang gesucht hat. Und ich appelliere an alle Väter auf dieser Welt: lasst eure Söhne nicht im Stich, schenkt ihnen Liebe, Raum und Zeit, damit sie sich entwickeln und zu sich selbst finden können. Nur auf diesem Fundament finden Menschen ihren eigenen und erfüllenden Lebensfluss.
Flieg wohl, Jacko.
Ellen M. Zitzmann




Denken und Wissen
Michael Jackson…
Der King of Pop ist tot! Am Donnerstag Abend starb er vermutlich an einer Überdosis Schmerzmittel in seiner Villa, LA. Die Ärzte versuchten bis spät abends Michaels Leben zu retten, aber sein Herz stand schon vor dem Eintreffen im Krankenhaus still.
S…
kuemmert-sich.de
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Alexander
Brian May, der Gitarrist von Queen, hat es schön ausgedrückt:
“Ich denke, die Welt ist dank Michaels Arbeit ein bunterer Ort… er war ein wahrlich wunderbarer Performer zu seiner besten Zeit. Ich denke, er erfüllt die Kritierien eines großen Künstlers, er widmete seinen ganzen Körper und seine Seele seiner Kunst. Ich hoffe nur, dass er in Zufriedenheit verstarb, mit großen Hoffnungen und Erwartungen für seine glorreiche Comeback-Tour. Ruhe in Frieden, Michael.”