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Presserat rügt Berichterstattung zu Winnenden

Nicht nur die Tat war schwer zu ertragen, auch viele Presseberichte zu Winnenden hatten die Grenze zur Geschmacklosigkeit weit überschritten. Statt der gebotenen Rücksicht auf die Opfer und statt sachlicher Darstellung und Problemanalyse wurde viel zu oft sensationsheischend berichtet. Nun hat sich der Deutsche Presserat damit auseinandergesetzt:

Der Presserat hat sich auf seinen Beschwerdeausschuss-Sitzungen am 19. und 20. Mai mit der Berichterstattung über den Amoklauf von Winnenden auseinandergesetzt und 13 Verstöße gegen den Pressekodex geahndet. In den meisten Fällen wurden die Ziffer 8 (Persönlichkeitsrechte) und die Ziffer 11 (Sensationsberichterstattung) verletzt. Der Presserat sprach zwei öffentliche und eine nicht-öffentliche Rüge aus, fünf Missbilligungen und fünf Hinweise.

Quelle:  Pressemitteilung des Deutschen Presserates

Ein Kommentar

  1. Sönke Noldt




    Das paßt zu den Medien generell – es geht meist um tolle Storys, die von vielen gelesen werden und gute “Quoten” versprechen. Die Sache ist dann meist nebensächlich … auch wenn natürlich immer auch ernsthafte Berichte dabei sind.

    Und natürlich machen die (schaulustigen) Leser auch mit.

    Heutzutage will der Mensch “unterhalten” werden …

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