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Suchtkrankheit (2/4)

Zur Situation des Alkoholikers

Er / Sie wird im Krankheitsverlauf zu einem einsamen Menschen. Nach und nach entsteht ein immer größerer Abstand zu den Mitmenschen, weil weder Zeit noch Lust vorhanden sind, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen. Der Abhängige weiß häufig, dass er sich hier oder dort daneben be-nommen und „dummes Zeug“ geredet hat. Infolgedessen wird er / sie zukünftigen Konfliktsituationen aus dem Weg gehen. Eine Isolation entsteht in diesem Kreislauf praktisch immer, auch deswegen, da Alkoholiker dazu neigen, ihre Krankheit zu vertuschen.

 Sucht-Krankheit

Jede „Sucht“ benötigt einige Jahre, bis sich erhebliche Verhaltensdefizite zeigen. So leben viele Alkoholiker immer noch in Familien, die meist in „besseren Zeiten“ gegründet worden sind. Die Ehen und Familien bleiben häufig erstaunlich lange (nach außen hin) stabil. Grund hierfür ist, dass der gesunde (Ehe-)Partner die Ehe und Familie sehr lange aufrecht zu erhalten versucht. Er / Sie versucht dem alkoholkranken Partner auf ungeeignete Weise zu helfen, in dem er / sie den Kranken zu schützen und zu decken versucht.

 In diesem Prozess nehmen alle Betroffenen seelischen und körperlichen Schaden.

 SUCHT beinhaltet das Suchen und die Sehnsucht nach einem erfüllten und sinnvollen Leben. Es ist ein Siechtum oder ein „Suizid auf Raten“.

Genetische und soziale Faktoren (Herkunftsfamilie, falsche Lernerfahrungen) spielen eine Rolle. Darüber hinaus das Alter, nicht-bewältigte Krisen (Eltern-Kind-Konflikte, Partnerschaftsprobleme), labile Psyche (sexuelle Ängste, Depressionen, Schwierigkeiten mit Gefühlen umzugehen), Kommunikationsprobleme, Geschlecht (Männer sind gefährdeter als Frauen).

Persönliches Ziel des Süchtigen:

Zustand zufriedener Abstinenz und ein erfülltes, sinnvolles Leben.

 Teil 3 erscheint am 20.5.2009

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