Ein außergewöhnlicher Hochzeitstag
LINDA: „Ach Erwin, ich habe nun seit über 25 Jahre einen geheimen Wunsch und ich hatte bisher nicht den Mut, dir diesen zu offenbaren. Einmal in meinem Leben möchte ich mit dir in ein Striptease-Lokal gehen. Am besten, wir gehen heute an unserem Hochzeitstag.”
ERWIN: „Aber Schatz, das ist doch nichts für uns, da ziehen sich junge Frauen vor dem Publikum aus. Das möchte ich mir nicht anschauen. Ich habe doch nur Augen für dich.”
LINDA: „Erwin, du magst Recht haben, aber mein Wunsch ist so groß und ich möchte mich mit eigenen Augen davon überzeugen.”
ERWIN: „Nein und abermals nein und schon garnicht an unserem Hochzeitstag.”
LINDA: „Ich habe jedenfalls beschlossen, mit dir da hin zu gehen. Einen Tisch im Lokal „Nachtigall” habe ich bereits reserviert. Bitte erfüll mir diesen Wunsch. Nur diesesmal.”
Erwin blieb nichts anderes übrig, als mit seiner Frau ins Lokal Nachtigall zu gehen. Als die beiden das Lokal betraten, begrüßte ihn die Garderobenfrau freundlich: „Guten Abend, Herr Baumann!”
LINDA (irritiert): „Erwin, kennt man dich hier?”
ERWIN (ganz leise): „Nein. Das ist die Tochter eines Arbeitskollegen, die zufällig hier arbeitet, ich hatte sie bei einem Betriebsfest flüchtig kennengelernt.”
Herr Baumann und seine Frau setzten sich an den reservierten Tisch. „Guten Abend, Herr Baumann!”, begrüßte der Kellner die beiden.
LINDA (schon sehr irritiert): „Erwin, was hat das zu bedeuten?”
ERWIN: „Schatz, der Kellner hat früher in dem Speiselokal gearbeitet, wo ich immer zu Mittag esse.”
Die Show begann und die Stripperin zog ein Kleidungsstück nach dem anderen aus. Als sie nur noch mit einem knappen Höschen
bekleidet war, fragte sie neckisch: „Wer zieht mir den heute das Höschen aus?”
Im Chor riefen die Gäste: „BAUMANN! BAUMANN! BAUMANN! BAUMANN!”
Frau Baumann schnappte ihre Tasche und rannte wutentbrannt aus dem Lokal. Herr Baumann lief ihr hinterher. Sie stieg in ein Taxi und schrie ihn an: „Du geiler Bock!”
ERWIN (außer Atem): „Aber Schatz!”
LINDA (fuchsteufelswild): „Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben!”
ERWIN (beruhigend): „Aber Schatz, reg dich doch nicht so auf. Ich werde das Missverständnis morgen klären und der Lokalinhaber wird sich bei uns entschuldigen. Du wirst sehen.”
LINDA: “Ich glaube dir kein Wort!”
Herr Baumann hatte große Mühe seine Frau zu beruhigen. Schließlich drehte sich der Taxifahrer ungeduldig und schon sichtbar genervt nach hinten und sagte: „Na, Herr Baumann, ich habe Sie ja schon oft mit einer Nutte hier abgefahren, aber solche Zicken hatte noch keine gemacht.”
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