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Ein neues Leben ohne Eltern 1/3

Tom wurde in einer Kleinstadt geboren. Er hat noch einen sechs Jahre jüngeren Bruder. Sein Vater war in leitender Position in der Verwaltung tätig. Seine Mutter arbeitete ebenfalls in führender Funktion im Finanzamt. Der Vater war beruflich sehr stark engagiert, bezeichnete sich selbst als „Workaholic“. Seine mangelnde Präsenz in der Familie führte dazu, dass der erzieherische Einfluss durch den Vater auf gelegentlich gemeinsame Unternehmungen beschränkt war. Im Gegensatz dazu neigte die Mutter eher zur Überbehütung. Da aber auch sie ganztägig berufstätig war, verbrachte Tom sehr viel Zeit bei seinen Großeltern, die in der Nähe einen Getränkemarkt betrieben.

Tom besuchte zunächst einen kirchlichen Kindergarten und wurde als begabtes Kind altersgemäß in die Grundschule eines Vorortes eingeschult. Obwohl er durchaus begabt war, übten seine Eltern und Großeltern häufig einen starken Leistungsdruck auf den Jungen aus. Tom war ein freundlicher, aufgeschlossener und eher zurückhaltender Schüler mit unauf-fälligem Verhalten, gleichwohl er sich schon seit der 3. Klasse nicht mehr recht wohl in der Schule fühlte.

Aufgrund seiner guten Leistungen wechselte er in der 5. Klasse auf ein Gymnasium. Von der 5. bis zur 7. Klasse hatte Tom keinerlei Probleme in der Schule. Er wurde durchgängig als ruhiger, sachlicher, fleißiger und konzentrierter Schüler beurteilt. In der 7. Klasse war er sogar Klassensprecher. Doch der anhaltende Leistungsdruck von seinen Eltern führten zu Schlafstörungen.

Teil 2 erscheint am 24.3.2009

 

 

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