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Amoklauf an der Realschule Winnenden (1/3)

Die schlechte Nachricht über Gefühle und Emotionen!

Wenn sich Ärger ,Wut, Eifersucht oder Neid aufstauen, dann werden sich diese Gefühle und Emotionen eines Tages sehr negativ auswirken.

Ärger ist ein Gefühl von starkem Unwohlsein, das durch Verletzungen und Provokationen von anderen verursacht wird. Ärger zeigt sich besonders extrem, wenn wir von Familienmitgliedern, engen Freunden oder uns nahestehenden Menschen verletzt und missachtet werden.

Hinter Ärger verbirgt sich häufig ein Gefühl der Rache.

Wut und Ärger sind sekundäre Emotionen. Sie treten auf, weil sie von einem vorausgegangenen Gefühl oder einer anderen Emotion wie Angst, Traurigkeit oder Enttäuschung verursacht sind. Wut und Ärger nehmen im Verlauf zu!

Es werden vier Ärger- und Wutstufen unterschieden:

1. Niedrig: Menschen sind irritiert, genervt, betroffen!

2. Gemäßigt: Verärgert, auf die Palme gebracht, aufgeregt!

3. Hoch: Gewalttätig, aufgebracht, fuchsteufelswild!

4. Äußerst hoch: Rasend, wahnsinnig, gefährlich, mörderisch.

Diskutieren Sie mit uns, Ihrer Familie und Freunden über Ihre derzeitige Ärger- bzw. Wutstufe, wie Sie sich fühlen und was Sie unternehmen, damit sich Ihre Wut nicht verschlimmert?

Morgen erfahren Sie etwas zum Thema „Frusttopf”.

 

Ellen M. Zitzmann, Vorsitzende Power for Peace

3 Kommentare

  1. Klaus




    Es ist schon auf eine gewisse Art interessant, über die Medien zu erfahren, dass Menschen Ihre Unzufriedenheiten in Stufe 3 und 4 “ausleben”.
    Wieso kann es dazu kommen, daß Menschen diese Gefühle entstehen lassen und dann unkontrolliert sind?

    In meinem Elternhaus hat es mit mehreren Kindern immer wieder Schwierigkeiten gegeben. Glücklicherweise sind durch das verpflichtende Zusammenleben Diskussionen als Notwendigkeit geführt worden.

    Wenn Eltern sich von den eigenen Kindern eine Diskussion untersagen lassen kommt die Frage:
    Wann haben die Eltern aufgehört ihre Kinder zu erziehen???

  2. Ellen M. Zitzmann




    Lieber Klaus,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Es fällt vielen Menschen schwer, mit anderen im Gespräch zu bleiben und je näher die Beziehungen, desto schwieriger gestaltet sich oftmals ein konstruktiver Austausch. In meinen Trainings mit Jugendlichen mache ich immer wieder dieselbe Erfahrung: Es ist wichtig, die Verbindung nicht zu verlieren, sie aufzumuntern, ihre Konflikte so früh wie möglich zu besprechen und zu bearbeiten. Gute Beziehungen schaffen Vertrauen, das in der schwierigen Entwicklungsphase der 14-19-Jährigen besonders wichtig ist. Eltern benötigen m. E. Unterstützung. Wenn Sie Zeit haben, dann hören Sie sich in unserem Podcast das Rollenspiel „Verrückte Krieger” an. Dort wird geschildert, wie diese Gefühle entstehen, warum häufig nicht darüber gesprochen wird und welche „Macht” Vertrauen hat, das zum Beispiel über ZUHÖREN entsteht. Gruß, Ellen M. ZItzmann




  3. Liebe Ellen, Deine Aussagen zu Winnenden finde ich Klasse. Endlich mal nicht wertende Gedanken und kein erhobener Moralzeigefinger, sondern ein paar Hintergrundgedanken, über die man nachdenken kann. Super.

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