Willkommen auf

… Da muss eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite, und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand.

Für Zechen dieser Frechen hat der kleine Mann zu blechen und – das ist das Feine ja – nicht nur in Amerika!

Und wenn die Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen – ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht:

Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Frei nach: Kurt Tucholsky über die Börse (1930)

Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: Ihr Rezept heißt Leerkauf.

Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: Wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek aufs Haus heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken – auch die Spekulantenbrut zittert jetzt um Hab und Gut.

Frei nach: Kurt Tucholsky über die Börse (1930)

By Balmiki Prasad Singh (rajyapal22@yahoo.in)

“(…) Buddha believed that every individual must find the truth in his own way and schould question everything, even his own words and sayings. In this new rationality there was no place for blind faith. M.K. Gandhi felt that if we had accepted Buddha’s social philosophy there would have been no question of practising untouchability. There would have been no denial of education to women or to certain sections of society. Buddha is today seen as a rationalist, an empiricist, and a social prophet, and his dharma based on non-violence and compassion presents a practical ideology for a new age. Modernists feel strongly about the social role that Buddhism can play. In India, for example, a crusade was initiated in 1958 against the caste theory of untouchability.

Buddha’s scrupulous empiricism, his support of intellectual and personal independence, his belief in dialogue and promotion of the „middle path” are beacons to help us see our way out of present-day problems. The approach of rational self-enquiry also enables a person to achieve a higher state of discipline and harmony beyond narrow sectarian and national prejudices. All these become axiomatic when seen in the light of the well-known Buddhist maxim: ‘Be a lamp unto yourself’ (…).”

Fort Kochi, India> Febr. 14, 2012

On the bus to Ernakulam, I got acquainted with a team from the local radio station. They took the chance to do an interview with me and how I feel on the love day? As I am not the one who celebrates this romantic event, I talked about the anti-valentine’s-movement I have read about in the daily newsparer. Afterwards, I could here the interview in the radio. Everybody applauded, even they didn’t understand what I was talking about.

Anyway, this was a nice encounter with India’s openness and kindness.

Kochi, India: Feb. 12, 2012

I complained about the taxi driver from the airport to the hotel Abbad Metro as he drove in an agressive and reckless style. I felt that this was the right decision to protect others from possible bad accidents. The hotel manager to which I talked to connected me with the airport manager. He took my complaint very seriously. After a day, the lobby called me: “Could you come down?” I was quite astonished that they’ve send over the taxi driver to talk to me. When I entered the lobby, I was confronted with an angry face. The hotel manager explained him the situation. It seemed to me that the guy didn’t understand what I was talking about. “The problem with these guys are, that they don’t get the point. But anyway he got a lesson. If he doesn’t behave, they will fire him.” The conclusion from the hotel manager was quite clear. “I hope that hte guy won’t follwo me, now” Despite that I’ve  found it worthful to clarify the situation, I, too, felt a little bit frightened

Spontan liess ich mich heute auf eine von einem Slumbewohner durchgefuehrte Tour in einem der groessten Slumsgebiete in Mumbai ein. Rund um Mumbai existieren etwa 30-40 Slums, mit ingesamt 8-9 Millionen Menschen. Die einfuehrenden Worte meines guides: “Don’t stare at people!” Only make pictures with my allowance!” “When you have problems, tell me!” - floessten mir zugegebenermassen Furcht ein.  Eine Stunde lief ich mit ihm herum in einer anderen Welt. Ich rannte mit ihm durch enge, schmutzige Gassen, besuchte eine Baekerei, eine  Schule, einen Tempel und verschiedene Maerkte. Ich erfuhr, dass hier u. a. der Plastikabfall der Millionenstadt recycelt wird. Ploetzlich ueberfielen mich jedoch Aengste in Sachen eigener Gesundheit aufgrund der schlechten Hygiene, den stinkenden Daempfen und den zahlreichen Muecken. Gefangen von dieser Angst war es mir nicht mehr moeglich, den Gruss eines Maedchens, das mir seine Hand reichte, zu erwidern. Mit einem schlichten “hello” und einem Laecheln ging ich weiter. Ich wollte nur noch hinaus auf die Strasse, wo mein Fahrer auf mich wartete.

„ Der eine schimpft, der andere schreit: zum Nachdenken noch nicht bereit. Man tritt und schlägt, fragt nicht warum. Grundprinzipiell ist man nicht dumm. Doch immer ist der andere Schuld. Sich selbst zu sehen, dafür ist keine Geduld! Ob Rassisten oder nicht: Gewalt ist immer ziemlich schlicht. Schlägt man im Zorn, das ist einfach primitiv.

Nutz deinen Kopf und du wirst sehen, ohne Gewalt kann es weitergehen. Durch Prügel schließt sich der Kreis: Du mich – ich dich – wir uns.

Sag einfach STOP, sag Friede, Mann! Ein jeder lebt so wie er kann. Du bist du, das ist okay. Ich bin ich und „this is my way!”

Jörg Hänicke, München

 

… und zwar mit sofortiger Wirkung.

Mich hat die Nachricht erschüttert – vor allen Dingen, ich bin von einem Staatsoberhaupt enttäuscht, der sich nach einem kritischen Statement in Sachen Afghanistan Einsatz aus dem Tritt bringen lässt. Köhler beklagt den mangelnden Respekt , den man ihm und seinem Amt entgegengebracht hat. Kann das der wahre Grund für das Staatsoberhaupt sein, dem der Respekt, den er für ein Land und seine Anliegen aufzubringen hat, eigentlich wichtiger sein sollte?

Verlässt der Kapitän ein sinkendes Schiff? Wo sind deine politischen Führungskräfte, liebes Deutschland?

In Kürze, Ellen M. Zitzmann

Verarmungstendenzen in unserer Gesellschaft nehmen aufgrund der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren zu. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft und den Arbeitsmarkt sind bedenklich und sie bedrohen den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Wie sehen Sie/Wie siehst du das bzw. welche Gegenmaßnahmen unternehmen Sie/unternimmst du?

Würde gerne eine Diskussion dazu initiieren.

Gruß, Ellen M. Zitzmann

Immer wieder höre ich von Leuten, dass sie es bedauern in manchen Situationen in ihrem Leben nicht auf ihr Bauchgefühl gehört zu haben. Mit Bauchgefühl ist Intuition gemeint, ein unbewusster Denkvorgang, der einem binnen Sekunden mitteilt, welche Verhaltensweisen z. B. auch in gefährlichen Situation angebracht sind.

Ich erinnere mich an eine kritische Situation in meinem Leben, als ich vor einigen Jahren im Gazastreifen plötzlich vor ein paar männlichen Jugendlichen mit ihren Anführern stand. Der Polizist, mit dem ich unterwegs war, ging zu dem Zeitpunkt gerade zum Auto zurück, um etwas zu holen. Plötzlich (Intuition) fiel mir ein Gedicht ein, dass ich kurz zuvor auswendig gelernt hatte und das ich auf Arabisch vortragen konnte. Alle lachten und ich merkte, wie sich die Situation entspannte. Die Gefährlichkeit bestand m. E. nicht darin, dass die Gruppe von Männern von vorneherein auf mich zugekommen ist, um mich zu schädigen, sondern in der Dynamik des Entwicklungsverlaufs. Als der Polizist zurückkam, bemerkte ich, dass er sich sehr langsam der Gruppe und mir annäherte. Er blieb auf Distanz, tänzelte von einem Bein zum anderen, als er anfing, mit den Leuten zu sprechen und ihnen Zigaretten anzubieten. Hinterher meinte er, die Situation sei sehr gefährlich gewesen und im Notfall hätte er wohl alle erschießen müssen. „Mich auch?“, fragte ich verduzt. „Das wäre wohl besser für dich gewesen, als verschleppt zu werden.“ Seine lakonische Antwort nahm ich nicht wirklich Ernst. Dennoch hatte ich die plötzliche Eingebung (Intuition), dass es gut war, dass er nicht von Anfang an in der Situation mit dabei war. Vielleicht hätte ich keine Gelegenheit mehr gehabt, mein Gedicht aufzusagen.

Intuition kann also ein großer Schutz sein.