Willkommen auf

… und zwar mit sofortiger Wirkung.

Mich hat die Nachricht erschüttert – vor allen Dingen, ich bin von einem Staatsoberhaupt enttäuscht, der sich nach einem kritischen Statement in Sachen Afghanistan Einsatz aus dem Tritt bringen lässt. Köhler beklagt den mangelnden Respekt , den man ihm und seinem Amt entgegengebracht hat. Kann das der wahre Grund für das Staatsoberhaupt sein, dem der Respekt, den er für ein Land und seine Anliegen aufzubringen hat, eigentlich wichtiger sein sollte?

Verlässt der Kapitän ein sinkendes Schiff? Wo sind deine politischen Führungskräfte, liebes Deutschland?

In Kürze, Ellen M. Zitzmann

Verarmungstendenzen in unserer Gesellschaft nehmen aufgrund der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren zu. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft und den Arbeitsmarkt sind bedenklich und sie bedrohen den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Wie sehen Sie/Wie siehst du das bzw. welche Gegenmaßnahmen unternehmen Sie/unternimmst du?

Würde gerne eine Diskussion dazu initiieren.

Gruß, Ellen M. Zitzmann

Immer wieder höre ich von Leuten, dass sie es bedauern in manchen Situationen in ihrem Leben nicht auf ihr Bauchgefühl gehört zu haben. Mit Bauchgefühl ist Intuition gemeint, ein unbewusster Denkvorgang, der einem binnen Sekunden mitteilt, welche Verhaltensweisen z. B. auch in gefährlichen Situation angebracht sind.

Ich erinnere mich an eine kritische Situation in meinem Leben, als ich vor einigen Jahren im Gazastreifen plötzlich vor ein paar männlichen Jugendlichen mit ihren Anführern stand. Der Polizist, mit dem ich unterwegs war, ging zu dem Zeitpunkt gerade zum Auto zurück, um etwas zu holen. Plötzlich (Intuition) fiel mir ein Gedicht ein, dass ich kurz zuvor auswendig gelernt hatte und das ich auf Arabisch vortragen konnte. Alle lachten und ich merkte, wie sich die Situation entspannte. Die Gefährlichkeit bestand m. E. nicht darin, dass die Gruppe von Männern von vorneherein auf mich zugekommen ist, um mich zu schädigen, sondern in der Dynamik des Entwicklungsverlaufs. Als der Polizist zurückkam, bemerkte ich, dass er sich sehr langsam der Gruppe und mir annäherte. Er blieb auf Distanz, tänzelte von einem Bein zum anderen, als er anfing, mit den Leuten zu sprechen und ihnen Zigaretten anzubieten. Hinterher meinte er, die Situation sei sehr gefährlich gewesen und im Notfall hätte er wohl alle erschießen müssen. „Mich auch?“, fragte ich verduzt. „Das wäre wohl besser für dich gewesen, als verschleppt zu werden.“ Seine lakonische Antwort nahm ich nicht wirklich Ernst. Dennoch hatte ich die plötzliche Eingebung (Intuition), dass es gut war, dass er nicht von Anfang an in der Situation mit dabei war. Vielleicht hätte ich keine Gelegenheit mehr gehabt, mein Gedicht aufzusagen.

Intuition kann also ein großer Schutz sein.

Luft und Liebe hat das Team von Power for Peace genug. Luft, um die Dinge beharrlich voranzutreiben und unablässig am Erfolg von PfP zu arbeiten. Liebe und Leidenschaft, um gefährdeten Jugendlichen und jungen Männern neue Wege zu zeigen. Und das sehr erfolgreich, wie die Fortschritte der Initiative - z.B. die neu gewonnenen JVAs, die Anerkennung der staatlichen Stellen und nicht zuletzt das Feedback der Jugendlichen - zeigen.

Wie man landläufig weiß, kann man alleine von Luft und Liebe nicht leben. Deshalb wird ein guter Teil unserer Arbeit der Finanzierung gewidmet. Hier helfen uns öffentliche Gelder, private Unterstützer und Spenden. Und genau da kommen Sie ins Spiel ;-).

helpedia

Seit kurzem ist Power for Peace auf Helpedia aktiv. Helpedia ist ein  Internetportal für gesellschaftliches Engagement in Deutschland und stellt Organisationen wie Power for Peace eine kostenlose Plattform bereit. Eine der Möglichkeiten dort: Kleinspenden für die Organisationen.

Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an alle unsere Unterstützer!

Fragmented personality,

socially defined inferior … a misfit,

financially crippled and embarrassed,

facial appearance unappealing – still need love though.

Sub-culturally conditioned to hate,

sufferer of identity crisis,

emotionally explosive,

psychologically defensive – oh God, I still need love though.

At war with man, the devil and life,

rebellious, contentious, restless.

Jack of all trades, master of excuses.

Fighter. Struggler. Fighter. Fighter.

Yes, I still need love though.

Physically and powerfully dynamic,

artistically unsurpassed in nature,

filled with untamed brute passion.

The apple and breaker of god’s eye.

Still need love though. Still need love.

By Eric V. Reid



In den letzten Jahren sind Bewegungen entstanden, die das Prinzip der Langsamkeit verfolgen. Diese schaffen Zeitoasen und steigern unsere Leistungsfähigkeit wie zum Beispiel:ohne-titel264

SLOW-Food: Essen mit Genuss, mit besten, saisonalen Zutaten und einer liebevollen Zubereitung.

SLOW-Sport: Dosierter Sport, also z. B. langsames, entspanntes Joggen oder Wandern, versorgt den Körper mit Sauerstoff und baut energievernichtende Stresshormone ab.

SLOW-Travel: „Langsames Reisen” bedeutet, dass man mehrere Tage am gleichen Ort verbringt, um entspannt Bekanntschaft mit Land und Leuten zu machen.

SLOW-Gardening: Liebe zum eigenen Garten, zur Natur entwickeln. Dabei die Pflanzen vom Samen bis zur Blüte betreuen und das Gras wachsen zu sehen.

Welche SLOW-Bewegungen unternehmen Sie?

Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

Afrikanisches Sprichwort

In einer hektischer werdenden Welt ist es wichtig, Termine und Aktivitäten beherrschen zu lernen, bevor sie uns beherrschen. Allein der Satz: „Ich habe keine Zeit” vermittelt die Botschaft, dass es um das Zeitmanagement unserer wertvollen Lebenszeit schlecht bestellt ist: Auf Dauer ein Gefühl, das Angst und damit Stress verursacht.

Für kontinuierliche Leistungen sind Pausen das A und O und diese werden leider häufig vergessen: Man isst am Schreibtisch, denkt beim Frühstück über kommende Termine nach, liest in der U-Bahn wichtige Dokumente, tippt wie wild in die Computer- und Handytastatur etc.

Überaktivität ist einer der größten Zeit- und Lebensenergiekiller. Stress und Müdigkeit resultieren häufig aus einem fehlenden oder abhanden gekommenen Überblick der eigenen (Zeit-)Planung. Körper und Geist brauchen mehrmals täglich Ruhepausen, um danach wieder funktionieren zu können.

Nehmen Sie sich fürs Planen also Zeit:

  • Tragen Sie Ihre Pausen in Ihren Kalender ein.
  • Räumen Sie Ihren Arbeitsplatz auf. Hohe Papierstapel vermitteln dem Unterbewusstsein: Hier steckt eine gewaltige Menge Arbeit. Also weg damit.
  • Schieben Sie ungelöste Probleme nicht auf die lange Bank. Sie verursachen Stress. Konzentrieren Sie sich auf den ersten Schritt, wenn Sie den erledigt haben, ist der Berg schon kleiner.
  • Scheuen Sie sohne-titel20ich nicht, um Hilfe zu bitten. Schließlich ist niemand perfekt.
  • Überprüfen Sie Ihre Ziele: Sind sie immer noch realistisch oder kosten sie mittlerweile zu viel Energie, Geld oder Zeit?
  • Versuchen Sie, angefangene Aufgaben zu Ende zu bringen. Ist eine Unterbrechung nicht zu verhindern, notieren Sie sich den letzten Gedankengang, damit Sie den Faden später wieder leichter aufnehmen können.
  • Fassen Sie gleichartige Arbeiten zu Blöcken zusammen, also E-Mails in einem Rutsch beantworten, mehrere Briefe hintereinander schreiben.

Jugendliche berichten nach einem CHANGE! Training an der JVA Laufen-Lebenau:

Gruppenzusammenhalt kann gefährlich sein, …

… weil es auch sein kann, dass jemand auf dumme Gedanken kommt und die anderen Gruppenmitglieder nicht als Außenseiter da stehen wollen und dann einfach mitmachen,

… wenn du in der falschen Gruppe bist, dann ist es schlecht, wenn man alles zusammen macht,

… weil man eventuell auch Dummheiten mitmacht, um der Gruppe zu zeigen, dass man immer zur Gruppe hält,

… weil man durch den Gruppendruck keine eigene Meinung mehr hat,

… weil eine Gruppe sich entweder zum Guten oder zum Schlechten entwickeln kann,

… (…).

Diskutiert mit uns! Wir freuen uns auf eure Beiträge.

Deni Schneberger, Patrick Paul, Steven Klühspies, James Risdon, Waldemar Ring, Alen Coloviv

„Gruppen können lose sein, aber auch wie Pech und Schwefel zusammenhalten. Der Zusammenhalt drückt sich in Solidarität (Gefühl der Zusammengehörigkeit) und Loyalität (Gefühl der Verpflichtung) der einzelnen Gruppenmitglieder aus.

Je höher der Gruppenzusammenhalt ist, desto stärker wird der Druck zur Übereinstimmung. Dann ist es schwierig, eine eigenständige Meinung zu äußern. Das kann sich bis zu Gruppenterror steigern.

Gruppen mit besonders hohem Zusammenhalt, die sich zudem noch für eine Elite halten, wie zum Beispiel ein Sportlerteam, unterliegen der Gefahr, dass eine einheitliche Meinung entsteht, ein „groupthink”. Das führt dazu, dass der Einzelne nichts mehr ohne seine Gruppe entscheidet.”

 

Manfred Sader, Psychologie der Gruppe, 1978

sagt ein afrikanisches Sprichwort.

Während des 100-stündigen Trainings CHANGE!, das von März bis Juni 2009, an der JVA Laufen-Lebenau stattgefunden hat, hat jeder einzelne jugendliche Teilnehmer die Einsicht gewonnen, dass, wenn sich negative Verhaltensweisen nicht verändern, sich das Leben auch nicht verbessert. 

In den vielen Stunden haben wir alle erfahren, dass Sucht, egal welche, und Gewalt Sackgassen in unserem Leben sind, aus denen wir nur herauskommen, wenn wir die Kraft und den Mut aufbringen, innezuhalten, nachzudenken und einen anderen Weg einzuschlagen. Klar, dass das keine einfache Aufgabe ist und wir werden sicher auch Rückschläge einstecken müssen, aber wir wissen auch, dass auch der längste Weg mit kleinen Schritten anfängt und mit jedem Erfolg, den wir uns erarbeiten, wächst unser Selbstvertrauen, weiterzugehen und einen neuen Anfang zu wagen.

In den 4 Change!-Trainings und den Arbeitsgruppen haben wir nicht nur eine Menge gelernt, sondern sind auch zu einer tollen Gruppe und Gemeinschaft zusammengewachsen.

Die Gruppe ging im letzten gemeinsamen Kurs am 21. Juni in einer Abschiedsstimmung aus Wehmut, aber auch mit Zuversicht und festem Willen, in ein neues Leben aufzubrechen, auseinander.

 

Clemens Abert, Berufsschullehrer und leitender Trainer